Mittwoch, 18. September 2013

Rosiges Weinbergpfirsich - Curd


Ein Loeffelchen Kindheit aufs Brot ....




 Der Sommer neigt sich dem Ende zu und das Obstangebot im Supermarkt dünnt langsam aus.
Obwohl die letzten inländischen Pfirsiche schon Ende August aus den Supermarktregalen verschwunden sind, findet erst jetzt im September die Pfirsischsaison ihren krönenden Abschluss - und zwar mit dem Weinbergpfirsich.
Für mich ist er der König der Pfirsiche, was vielleicht daran liegt, dass im Garten meiner Eltern ein prächtig-knorriges Exemplar dieser Gattung vertreten ist.
Ein rosig-pelziges Stück Kindheit,so ein reifer, duftender Weinberg-Pfirsich!




Der Weinbergpfirsich ist zwar weniger süß als seine gelbfleischigen Verwandten, dafür hat das Fruchtfleisch aber wohl das intensivste Pfirsicharoma. Obwohl er auch roh ein Genuss ist, eignet er sich wegen seiner pelzigen Haut  am besten für Konfitüren oder Liköre....oder ein leckeres Curd. 

Das tolle an Curd ist seine Vielseitigkeit! Ob als Brotaufstrich, Kuchenfüllung oder Eis-Topping - einfach lecker ! Für das gewisse Etwas sorgt hier feinstes Rosenwasser, welches wunderbar mit dem blumig-lieblichen Aroma des Weinberg-Pfirsichs harmoniert.

Also einfach mal selber ausprobieren!
Wir brauchen:  

4 Eigelb
150 g Zucker
250 g Pirsiche
etwas Zitronensaft
0,5 - 1 Tl Rosenwasser 
85 g Butter

Zuerst waschen, entkernen und wuerfeln wir die Pfirsiche. Die Fruchtstücke wandern dann erst mal in den Foodprocessor - oder ihr behandelt sie mit dem Pürierstab. 
Volle Power ! Die paar Hautfetzchen, die übrig bleiben, habe ich dringelassen- soll ja auch selbstgemacht aussehen. Wer das nicht mag, kann das Curd am Ende durch ein Sieb streichen. 




Diesen leichtrosa Barbiebrei mischen wir dann mittels Schneebesen mit den Eigelben, dem Rosenwasser, dem Zucker und dem Zitronensaft . 
Und dann geht der Spass los . 
Diese Masse muss nämlich jetzt im Wasserbad gerührt werden, bis sie schön eindickt und die Konsistenz von frischem Vanillepudding hat. - Oder wenn das Curd beim Eintauchen eines Holzlöffels die Rückseite gleichmäßig bedeckt .


das fertige Curd ist weisslich und duftet himmlisch


Nun runter vom Herd und rein mit der Butter : Stückchen fuer Stückchen einrühren...
Nun kann der Perfektionist unter euch das Curd durch ein Sieb streichen - und dann rein in ein ein sterilisiertes Marmeladenglas !


Kommentare:

  1. sieht lecker aus. Könnte das wohl auch ohne Ei funktionieren?
    Viele Grüße vom "Leckaschmecka" :-)

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  2. Hallo Anja! Ich denke schon! Hab mich mal durchgegoogelt und ein eifreies Rezept gefunden, das statt mit Eigelb mit Honig und Speisestärke arbeitet! Das Ei brauchst du ja nur zum Andicken! Schau mal hier: http://nachgekocht.com/2012/07/09/erdbeer-curd/
    Sag Bescheid wenns funzt! Würd mich auch interessieren!
    Danke fürs vorbeischaun <3

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  3. Hallo Ulrike!
    Vielen Dank für den Tipp.
    Dein Curd werde Ich nächste Woche ausprobieren. einen süßen Sonntag.... :-)

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